Was es sich lohnt, in Riga zu probieren - empfiehlt Chefkoch Mārtiņš Rītiņš

Mārtiņš Rītiņš, einer von Lettlands bekanntesten Chefköchen bietet in seinem Restaurant „Vincents” auf der Speisekarte Reflexionen über die Nahrung des nordischen Klimas und das volle Profil des lettischen Geschmacks an. Aber hier, im Portal LiveRiga.com, teilt er uns seine Gedanken über die lettische Küche mit:

Es ist eine allgemein bekannte Tatsache, dass die Küche eines jeden Landes von seiner geographischen Lage bestimmt wird, und Lettland ist da keine Ausnahme. Die Sonne des Mittelmeeres und der nasskalte Wind der Ostsee nehmen unterschiedlich Einfluss auf das Leben des Menschen, für das seine Nahrung eine wesentliche Rolle spielt. Die italienische, französische und griechische Küche ist weltberühmt, aber auch die wenig bekannte lettische Küche bietet einen Pulk von lokalen Speisen an, die sogar bei den allerqualifiziertesten Gourmets noch einen Eindruck hinterlassen können. Den Schotten sagen Lettlands Roggen und die Gerste zu, die Einwohner Südamerikas verlangt es nach lettischem Buchweizen, Franzosen und Normannen sehnen sich nach lettischen Äpfeln, Belgier nach Aalen.

In Lettland gibt es vier geographische Gebiete – jedes hat seine charakteristische Küche. Die Küstenregion von Kurland und Livland ist reich an Fischgerichten, während sich Lettgallen und Semgallen durch ihr Schweinfleisch und Brot auszeichnen. Gerade das Brot konnte weltweit Ruhm erlangen und wird sogar von international bekannten Prominenten geschätzt – fragen Sie nur einmal Hillary und Bill Clinton! Das aus dunklem Roggenbrot zubereitete Dessert  nennt man Ambrosia oder Götterspeise. Der Birkensaft – ist ein Lebenselixier. Und wo sonst kann man Hanfbutter kaufen, die man sich auf leckeres Brot streichen kann? Erdnussbutter würde vor Neid erblassen. Darüber hinaus sichern auch die vier Jahreszeiten die Vielseitigkeit der lettischen Küche. Die Jagdsaison, Waldpilze und Erdbeeren werden jedes Mal sehnsüchtig erwartet.

Wenn Sie Lettland besuchen, probieren Sie unbedingt auch die Piroggen – kleine Teighörnchen, die mit Zwiebeln und Speck gefüllt sind und gebacken werden, bis sie ihre goldgelbe Farbe erhalten -, das gleichzeitig süß und saure Roggenbrot, den Sommersonnenwendkäse mit Kümmel, einen ordentlichen Honigkuchen und den Rigaer Schwarzen Balsam, zum Beispiel im Kaffee oder über Speiseeis gegossen! Lecker! Was kann es Besseres geben!

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